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Präworkshop im Rahmen der 12. wissenschaftlichen Tagung der AVMDatum/Ort: 2010-10-14 14:00 - 2010-10-15 13:00 Haus der Begegnung, Rennweg 12. 6020 Innsbruck, www.hausderbegegnung.comKontakt: Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation, Roswitha Gangl, 0662/88 41 66, www.tagung-avm.at Selbstöffnung, eine der wesentlichen Voraussetzungen auf Seiten des Patienten für erfolgreiches therapeutisches Arbeiten, wird häufig durch Schuld- und Schamerleben behindert. Statt offen über erlebte Demütigungen, unkontrollierbare Impulse, eigene Grenzverletzungen oder dem eigenen Selbstkonzept oder Idealbild widersprechende Verhaltensweisen zu sprechen, wirken viele Patienten verschlossen, schwächen das Ausmaß ihrer Probleme ab oder bestreiten deren Vorhandensein gänzlich. Schuld- und Schamgefühle richten sich auf vorgestellte oder reale andere Menschen und dienen im Positiven der Beziehungsregulation, dem Schutz vor Verletzungen und Ausgrenzungen wie auch der Achtung des anderen und seiner Integrität, können jedoch entwicklungshemmende Intensität erreichen, so dass deren Veränderung integraler Bestandteil vieler Behandlungen sein wird. Vermeidung von Schuld- und Schamerleben führt zu Interaktionsstörungen. Die Aktualisierung dieser Emotionen in der therapeutischen Arbeit ermöglicht die Reduktion des Übermaßes, in seltenen Fällen auch eine notwendige Intensivierung, ermöglicht die Klärung kognitiver Fehleinschätzungen und zielt auf die Wiedergewinnung der positiven sozialen Funktionen dieser Emotionen. Therapeutische Interventionen, die sich in diesem Spannungsfeld bewegen, werden an Fallbeispielen vorgestellt, aktiv geübt und ihr Stellenwert im Gesamtbehandlungsplan erläutert. Ursula Schiller, Psychologische Psychotherapeutin, hat vor mehr als 30 Jahren das Psycho-logiestudium in Berlin absolviert und sich bei der Gründung einer verhaltenstherapeutischen Gemeinschaftspraxis damals auf – subjektiv – völligem Neuland bewegt. Diese Praxis ist eines ihrer Standbeine bis heute geblieben, die ambulante Behandlung von erwachsenen Menschen hat immer einen Teil Ihres beruflichen Alltags bestimmt. Ihre ersten Lehrerfahrungen hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin gesammelt, seit Ende der 80er Jahre ist sie als Dozentin und Supervisorin in der Aus- und Weiterbildung von Diplom-Psychologen und Ärzten an staatlich anerkannten Instituten tätig. Ihr Heimatinstitut ist das Institut für Verhaltenstherapie Berlin (IVB), das sie inzwischen seit mehreren Jahren leitet. Für AusbildungsteilnehmerInnen: Anrechenbar für zwei Mal 5 AE Kleingruppe (=10 AE) zu den Themen: Standardmethoden, Depression, Angst, Persönlichkeitsstörungen, sexuelle Funktionsstörungen (jeweils und/oder) Zum Veranstaltungsindex |
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