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Präworkshop im Rahmen der 12. wissenschaftlichen Tagung der AVM

Datum/Ort: 2010-10-14 14:00 - 2010-10-15 13:00 Haus der Begegnung, Rennweg 12. 6020 Innsbruck, www.hausderbegegnung.com
Kontakt: Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation, Roswitha Gangl, 0662/88 41 66, www.tagung-avm.at

Die therapeutische Arbeit an und mit Emotionen ist für jede Psychotherapie von grundlegender Bedeutung. In diesem Workshop sollen neue Ansätze zur direkten Arbeit an problematischen Emotionen in der Verhaltenstherapie anschaulich dargestellt werden, welche die bekannten verhaltenstherapeutischen Ansätze sinnvoll ergänzen. Diese Art der emotionsbezogenen Arbeit erscheint nicht zuletzt immer dann angebracht, wenn in der Verhaltenstherapie „Blockaden“ im therapeutischen Prozess auftreten bzw. Patienten den klassischen Satz sagen: „Sie haben ja recht, aber ich fühle das einfach nicht.“ Im Mittelpunkt dieses Psychotherapiekonzeptes steht u. a. die Unterscheidung von primären und sekundären Emotionen, die intra- und interindividuelle Funktionalität von Emotionen, die Erfassung von emotionalen Schemata und die praktische therapeutische Arbeit an aversiven und verhaltensbestimmenden Emotionen wie z. B. Schuld, Scham, Minderwertigkeit, Ärger oder Hilflosigkeit. Dieser methodische Ansatz der emotionsbezogenen Psychotherapie steht ganz im Zeichen neuerer integrativer Therapieansätze und vereint dementsprechend Techniken und Strategien der unterschiedlichsten therapeutischen Schulen.

Literaturempfehlung:
Lammers, C.-H. (2006), Emotionsbezogene Psychotherapie: Grundlagen, Strategien, Techniken. Stuttgart: Schattauer Verlag
Greenberg, L. (2006). Emotionsfokussierte Therapie. Lernen, mit eigenen Gefühlen umzugehen. Tübingen: dgvt-Verlag
Berking, M. (2007). Training Emotionaler Kompetenzen. Berlin: Springer Verlag

Priv.-Doz. Dr. Claas-Hinrich Lammers, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie; Assistenzarzt am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München; Forschungsaufenthalte am Centre Paul Broca, l’INSERM, Paris, und Genetic Pharmacology Unit, NINDS, NIH, Bethesda, USA; Habilitation für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie; Zusatzausbildung zum Verhaltenstherapeuten am Centrum für Integrative Psychotherapie (CIP), München und zum Supervisor in Verhaltenstherapie, Institut für Therapieforschung (IFT), München; Zusatzausbildung Hypnotherapie, (Milton Erickson Institut, Hamburg), EMDR-Traumatherapie (Berlin); Dialektisch Behaviorale Therapie (Berlin), Emotionsfokussierte Therapie bei Leslie Greenberg (Toronto, Kanada); 2001–2006 Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin; seit 2006 Ärztlicher Direktor und Chefarzt der I. und III. Fachabteilung der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Hamburg

Für AusbildungsteilnehmerInnen: Anrechenbar für zwei Mal 5 AE Kleingruppe (=10 AE) zu den Themen Standardmethoden, Depression, Angst, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, Verhaltensmedizin (jeweils und/oder)



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