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Erich Hackl "Am Seil. Eine Heldengeschichte" (Diogenes, 2018)

11.09.2018 19:00 - 11.09.2018 21:00 Literaturhaus Seidengasse 13, Veranstaltungseingang: Zieglergasse 26A, 1070 Wien - Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur; info@literaturhaus.at

Di, 11.09.2018, 19.00 Uhr Neuerscheinung Herbst 2018 | Buchpräsentation mit Lesung & Gespräch

Auch dem neuen Buch von Erich Hackl liegt eine wahre Geschichte zugrunde. In der Zeit des Naziterrors in Wien versteckt der stille, wortkarge Kunsthandwerker Reinhold Duschka die Jüdin Regina Steinig und ihre Tochter Lucia vier Jahre lang in seiner Werkstatt im 6. Bezirk.
Diese Erzählung gäbe es nicht ohne das Versprechen, das Lucia Heilman sich selbst gegeben hat: den passionierten Bergsteiger Reinhold Duschka zu würdigen, der sie und ihre Mutter vor der Deportation in ein nazideutsches Vernichtungslager bewahrt hat. Auf Lucias Erinnerungen gestützt, erzählt Hackl in genauer, vor Leidenschaft leuchtender Sprache, wie die drei, an ein unsichtbares Seil gebunden, mit Glück und dank gegenseitigem Vertrauen überlebten und auch, was danach geschah. In "Am Seil" werden nicht nur Retter und Gerettete lebendig – in einem Europa, in dem mehr denn je Zivilcourage gefragt ist, ist diese Heldengeschichte von bestürzender Aktualität.

Erich Hackl, geb. 1954 in Steyr, studierte Germanistik und Hispanistik; arbeitete als Lehrer und Lektor; lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien und Madrid.
Seine Erzählungen wurden in 25 Sprachen übersetzt. Auroras Anlaß (Diogenes, 1987) und Abschied von Sidonie (Diogenes, 1989) sind Schullektüre. Er wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich (2017).
Erich Hackl liest aus seinem neuen Buch und spricht mit Lucia Heilman über die Geschichte hinter dem Buch.
Einleitung und Moderation: Katja Gasser (Literaturkritikerin, ORF)

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