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Eduard Suess, die Gesellschaft der Ärzte und die 1. Wiener Hochquellwasserleitung: von einer gewagten Idee zu einem Vorzeigeprojekt

17.05.2018 18:00 - 17.05.2018 19:00 Archiv der Universität, Postgasse 9, 1010 Wien - office@wissenschaftsgeschichte.ac.at

Gegenstand dieser Untersuchung ist die Analyse des Entscheidungsprozesses, der zum Bau der 1. Wiener Hochquellwasserleitung geführt hat. Dieser Prozess dauerte von 1860 bis zur Eröffnung der 1. Wiener Hochquellwasserleitung 1873.
Bei der Analyse des Entscheidungsprozesses, der Herausarbeitung der Entscheidungskriterien und der handelnden Personen und Institutionen, die für den Bau der 1. Wiener Hochquellwasserleitung maßgeblich waren, wurden die Wiener Gemeinderatsprotokolle der Jahre 1861 bis 1874 und die Zeitschriften der Gesellschaft der Ärzte der Jahre 1848 bis 1874 im Hinblick auf Trinkwasserversorgung und Hygiene systematisch analysiert.
Die Entscheidungskriterien waren die Wasserqualität, die Wasserquantität, die technische Realisierbarkeit und die Kosten.
Entscheidenden Anteil am Zustandekommen und der Umsetzung dieses Projektes hatten Eduard Suess, der Visionär, Wissenschaftler und Politiker, Bürgermeister Cajetan Felder, der Politiker und Stratege und Josef Skoda, das Sprachrohr der Gesellschaft der Ärzte.
Der Bau der 1. Wiener Hochquellwasserleitung war das erste große soziale Projekt in Wien, von dem alle Bevölkerungsschichten profitierten. Wenn man berücksichtigt, dass heute nur ein sehr geringer Teil der Weltbevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser hat und Wien eine der bestversorgten Städte mit Trinkwasser ist, kann dieses historische Großprojekt und damit auch das visionäre Wirken der Pioniere Suess, Skoda und Felder gar nicht genug gewürdigt werden. „Gesundes Wasser in den Röhren einer Stadt ist eben dasselbe, wie gesundes Blut in den Adern“ (Eduard Suess – in der Sitzung des Gemeinderates der Stadt).

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