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Neue Erkenntnisse zum Bestattungswesen und zur Demographie der römerzeitlichen Bevölkerung im Hinterland von Carnuntum

28.11.2017 18:00 - 28.11.2017 19:30 Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Hörsaal 7 (3. Stock), Franz-Klein-Gasse 1, 1190 Wien - Österreichische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, office@oeguf.ac.at

Am Beispiel des Gräberfeldes von Mannersdorf am Leithagebirge (Niederösterreich) soll ein Einblick in Bestattungsbrauchtum und Beigabensitten vom ausgehenden 1. Jahrhundert n. Chr. bis in den Beginn des 5. Jahrhunderts in einer ländlichen Nekropole im Hinterland von Carnuntum gegeben werden. Zum Teil diente das Gräberfeld mit seinen über 250 Grablegen als Bestattungsplatz für die Bewohner einer nahe gelegenen villa rustica, zum Teil ist es in der mittleren Kaiserzeit vor allem als Nekropole einer größeren Ansiedlung zu sehen. Die im Umfeld der Nekropole lebende ländliche Bevölkerung zeigt sich in eher einfachen Beigaben, wobei zumindest für die Spätantike ein gewisser Wohlstand anzunehmen ist. Es kann von einer provinziellen, von römischer Lebensart geprägten Bevölkerung ausgegangen werden, die sich aus verschiedenen Ethnien zusammensetzte und unter der auch Veteranen nachgewiesen sind, die sich hier im Hinterland der Provinzhauptstadt Carnuntum niedergelassen hatten.

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