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"Displaced. Die Figur des (R)Emigranten im Film nach 1945"

17.10.2017 19:00 - 17.10.2017 21:00 Literaturhaus - Abendeingang: Zieglergasse 26A - 1070 Wien - SYNEMA & ÖSTERREICHISCHE EXILBIBLIOTHEK im Literaturhaus

Dass die Heimat Fremde geworden ist, hat Alfred Polgar 1948 das „Emigranten-Schicksal" genannt. Dass die Heimat fremd bleibt, ist das Remigranten-Schicksal. Autobiographien und Briefwechsel bezeugen, dass die, die nach Kriegsende zurückkehren, nicht willkommen sind, überflüssig, gedemütigt, ignoriert, heimat- und trostlos - "displaced persons". Das Nachkriegs-Kino betreibt ab 1945 Geschichtspolitik, wenn es trösten, versöhnen, aufklären und vergessen machen will. Es kennt die Täter- und die Kriegsheimkehrerfigur, aber nur selten die Figur des Remigranten.

Eine kommentierte Montage charakterisiert den marginalen, aber aufschlussreichen filmischen Topos Remigration - zwischen Sehnsucht und
Enttäuschung, zwischen Verzeihen und Rache, zwischen Re-Education und Außenseitertum.

Mit ausgewählten Zitaten zu: Zwischen Gestern und Morgen * Germania Anno Zero * Der Ruf * Der Verlorene * Der Himmel über Berlin * Der Passagier - Welcome to Germany * Auf Wiedersehen Amerika * Phoenix * Europa * Im Labyrinth des Schweigens * Der Staat gegen Fritz Bauer * Welcome in Vienna - Wohin & Zurück

Dr.in phil. HEIKE KLAPDOR lebt als freie Autorin,
Literaturwissenschaftlerin und Filmhistorikerin in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Exil in Aufsätzen und Büchern, als Radio-Sendungen und Fernseh-Dokumentationen, zuletzt (im Aufbauverlag Berlin 2013): W. Jacobsen u. H. Klapdor (Hg.): "In der Ferne das Glück.
Geschichten für Hollywood von Vicki Baum, Ralph Benatzky, Fritz Kortner, Joseph Roth sowie Heinrich und Klaus Mann".

Veranstaltet von der Österreichischen Exilibliothek in Kooperation mit
SYNEMA - Gesellschaft für Film und Medien


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