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Workshop zur Gegenwartsliteratur in Centrope

01.03.2017 15:00 - 30.07.2017 17:00 Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur, Spengergasse 30-32, 1050 Wien - Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur

Die Euroregion Centrope umfasst Bundesländer, Länder (kraj) und Komitate (megye) in vier verschiedenen Nationalstaaten, also Österreichs, der Slowakei, Ungarn und Tschechien. Wenn wir uns also mit der Literatur in diesem Raum beschäftigen, so haben wir es mindestens mit vier Nationalliteraturen zu tun; da jedoch in allen vier Ländern anerkannte und nicht anerkannte Minderheiten existieren, treten gerade durch die Multikulturalität Wiens viele weitere Sprachen und Literaturen hinzu.
Bis heute wird die Literatur von Centrope nicht als eine Literatur verstanden, weder von der Literaturkritik noch von den Autoren selbst, ebenso nicht von den Lesern und auch nicht von der Literaturwissenschaft. So entsteht für uns die Herausforderung, das, was bisher immer in verschiedene Nationalliteraturen zersplittert war, synchron zu lesen und zu untersuchen. Das ist gerade die Aufgabe der Komparatistik, die Grenzen der Nationalliteraturen zu durchbrechen und zu sehen, welche Invarianten es im heutigen literarischen Prozess gibt, ohne dass sich die einzelnen Literaturen dessen bewusst wären.
Bei unserem Workshop müssen wir einerseits auf eine gewisse Kompetenz in den genannten Sprachen setzen und andererseits auf ein Interesse, die vorliegenden Texte literaturwissenschaftlich zu untersuchen, um so zu neuen interessanten Erkenntnissen zu kommen.
Bei der Untersuchung der Texte werden wir uns auf die Textlinguistik stützen, und zwar auf die, die auch künstlerische Texte einbezieht. Dabei werden Semiotiker wie Jurij M. Lotman, Boris A. Uspenskij und Umberto Eco eine große Rolle spielen. Durch die Untersuchung der Texte werden wir das Potential der verschiedenen Sprachsysteme zur Herausbildung einer Literatur mit einem hohen ästhetischen Wert kennenlernen und in seiner Realisierung beobachten. Dabei ist die Gegenwartsliteratur gerade besonders interessant, wenn wir an die Texte von Gábor Schein, Michal Hvorecký, Irena Dousková, Ilija Trojanow oder Radek Knapp denken, die wir in den vergangenen Semestern untersucht haben.
Im Mai veranstaltet die Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur wie in jedem Jahr ein Literaturfestival mit Autoren aus Centrope, sodass wir hier die Möglichkeit haben, Autoren, deren Texte wir untersucht haben, direkt zu erleben und auch mit ihnen zu sprechen.
Der Workshop ist vor allem für Studenten der Literaturwissenschaft gedacht, wobei ich darauf hinweisen muss, dass es dafür keine ETCS Punkte geben kann, da wir eine außeruniversitäre Einrichtung sind, aber er wendet sich an alle literaturwissenschaftlich interessierten Leser, seien es Übersetzerinnen und Übersetzer, Autorinnen, Schriftstellerinnen und Dichterinnen, Journalistinnen, Theologinnen, Schauspielerinnen, Politikerinnen usw. & usf.

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Workshop zur Gegenwartsliteratur in Centrope

01.03.2017 15:00 - 30.07.2017 17:00 Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur, Spengergasse 30-32, 1050 Wien - Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur

Die Euroregion Centrope umfasst Bundesländer, Länder (kraj) und Komitate (megye) in vier verschiedenen Nationalstaaten, also Österreichs, der Slowakei, Ungarn und Tschechien. Wenn wir uns also mit der Literatur in diesem Raum beschäftigen, so haben wir es mindestens mit vier Nationalliteraturen zu tun; da jedoch in allen vier Ländern anerkannte und nicht anerkannte Minderheiten existieren, treten gerade durch die Multikulturalität Wiens viele weitere Sprachen und Literaturen hinzu.
Bis heute wird die Literatur von Centrope nicht als eine Literatur verstanden, weder von der Literaturkritik noch von den Autoren selbst, ebenso nicht von den Lesern und auch nicht von der Literaturwissenschaft. So entsteht für uns die Herausforderung, das, was bisher immer in verschiedene Nationalliteraturen zersplittert war, synchron zu lesen und zu untersuchen. Das ist gerade die Aufgabe der Komparatistik, die Grenzen der Nationalliteraturen zu durchbrechen und zu sehen, welche Invarianten es im heutigen literarischen Prozess gibt, ohne dass sich die einzelnen Literaturen dessen bewusst wären.
Bei unserem Workshop müssen wir einerseits auf eine gewisse Kompetenz in den genannten Sprachen setzen und andererseits auf ein Interesse, die vorliegenden Texte literaturwissenschaftlich zu untersuchen, um so zu neuen interessanten Erkenntnissen zu kommen.
Bei der Untersuchung der Texte werden wir uns auf die Textlinguistik stützen, und zwar auf die, die auch künstlerische Texte einbezieht. Dabei werden Semiotiker wie Jurij M. Lotman, Boris A. Uspenskij und Umberto Eco eine große Rolle spielen. Durch die Untersuchung der Texte werden wir das Potential der verschiedenen Sprachsysteme zur Herausbildung einer Literatur mit einem hohen ästhetischen Wert kennenlernen und in seiner Realisierung beobachten. Dabei ist die Gegenwartsliteratur gerade besonders interessant, wenn wir an die Texte von Gábor Schein, Michal Hvorecký, Irena Dousková, Ilija Trojanow oder Radek Knapp denken, die wir in den vergangenen Semestern untersucht haben.
Im Mai veranstaltet die Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur wie in jedem Jahr ein Literaturfestival mit Autoren aus Centrope, sodass wir hier die Möglichkeit haben, Autoren, deren Texte wir untersucht haben, direkt zu erleben und auch mit ihnen zu sprechen.
Der Workshop ist vor allem für Studenten der Literaturwissenschaft gedacht, wobei ich darauf hinweisen muss, dass es dafür keine ETCS Punkte geben kann, da wir eine außeruniversitäre Einrichtung sind, aber er wendet sich an alle literaturwissenschaftlich interessierten Leser, seien es Übersetzerinnen und Übersetzer, Autorinnen, Schriftstellerinnen und Dichterinnen, Journalistinnen, Theologinnen, Schauspielerinnen, Politikerinnen usw. & usf.

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