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Wirkungen und Ahnen. Fragen an den Umgang mit dem NS-Erbe

14.02.2017 19:00 - 14.02.2017 21:00 Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15-19, 1080 Wien - Volkskundemuseum Wien


Wie sehr sich die "Erbschaften der Vergangenheit“ in unser heutiges Leben auswirken, ist mittlerweile wohl allzu offensichtlich geworden. Rassistischer Hass und Nationalismus scheinen immer salonfähiger zu werden.
Welche Rolle spielt dabei die persönliche Geschichte unserer Vorfahren? Wieviel wissen wir davon? Was ahnen wir nur und warum ist es möglicherweise bedrohlich, dieses Thema im ganz Persönlichen aufzugreifen? Was bedeutet dieses für unser eigenes Leben, egal was wir tatsächlich darüber wissen? Was könnte noch gewusst werden und wie gehe ich mit den vielen Fragmenten, Versatzstücken, Legenden, Bildern und Dokumenten um? Geschichte ist ein Amalgam von Geschichten und bleibt offensichtlich äußerst wirksam.
In einer lecture-performance wirft Friedemann Derschmidt die Frage auf, welche Rolle die private Familienerzählung und die ideologische Weitergabe – die Weitergabe der viel beschworenen Werte und Haltungen dabei für einen selbst spielen unabhängig davon, ob man sich für oder gegen diese entscheidet.

Friedemann Derschmidt, geb. 1967, Filmemacher, bildender Künstler, lehrt und arbeitet an der Akademie der bildenden Künste Wien im Forschungslabor Film und Fernsehen. In seinen Dokumentarfilmen, Ausstellungen und seiner Forschung (art-based research) beschäftigt er sich mit der Frage von Erinnerung und Erzählen, dem Transformieren von Erzählung zu Geschichte sowie Fragen des nonverbalen Weitergebens. Er ist Autor des Buches "Sag Du es Deinem Kinde - Nationalsozialismus in der eigenen Familie“ (Wien 2015, Löcker).

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